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Kollage zum Thema CarSharing

 
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Alternative CarSharing: Wie funktioniert's?

Erschienen in Ausgabe 11 / 1-3 2008
Oft steht das eigene Auto die meiste Zeit nutzlos herum. Deswegen entscheiden sich immer mehr Menschen, ein Auto zu teilen. Wie das geht und wann es sich lohnt, fragten wir den Geschäftsführer von Stattauto München, Jürgen Tesch.

Herr Tesch, wie viele Menschen in Deutschland teilen sich derzeit ein Auto mit Gleichgesinnten? Der Bundesverband CarSharing hat Mitte 2007 das hunderttausendste Mitglied begrüßt. Wir hier bei Stattauto München haben derzeit rund 6400 Mitglieder und bekommen jedes Jahr 500 neue dazu.

Was sind die Vorteile für Mitglieder bei einem CarSharing-Verein wie Stattauto?
Wenn man nicht täglich ein Auto nutzen will, ist es preislich günstiger und sehr bequem: Ich muss mich nicht um das Fahrzeug kümmern, regelmäßige Reinigung und Wartung übernimmt der Anbieter bis hin zur Schadensregulierung, wenn es mal einen Unfall gibt. Außerdem stehen dem Nutzer verschiedene Fahrzeugtypen für unterschiedliche Nutzungen zur Verfügung und er hat immer ein neues oder neuwertiges Fahrzeug in einwandfreiem technischen Zustand.

Wann lohnt es sich, Mitglied bei einem CarSharing-Anbieter zu werden und wann ist das eigene Auto günstiger?
Es lohnt sich, wenn man ein Fahrzeug nur gelegentlich nutzt bis zu 14.000 Kilometer im Jahr. Wer mehr fährt oder nahezu jeden Tag ein Auto braucht, fährt günstiger mit dem eigenen, denn man zahlt ja einen Zeitpreis und den Kilometerpreis. Wer gut planen kann, wann er ein Fahrzeug braucht, ist im Vorteil. Vor allem in Ferienzeiten sollte man sich frühzeitig um einen Wagen kümmern.

Wie wird man Mitglied und wie geht die Buchung?
Man schließt einen Vertrag mit einem CarSharing-Anbieter ab, zahlt eine Kaution, eine Aufnahmegebühr und einen monatlichen Mitgliedsbeitrag. Der liegt bei uns bei sieben Euro, die Aufnahmegebühr sind derzeit 50 Euro und die Kaution beträgt 500 Euro. Kunden, die ein Abonnement des MVV (Münchner Verkehrsverbund) haben, zahlen hier die Hälfte. Buchen kann man mit seiner Kundennummer über Internet oder Telefon.

Können Mitglieder auch Autos in anderen Städten mieten?
Ja, in Deutschland und der Schweiz haben wir Verträge mit sehr vielen CarSharing-Anbietern, vor allem mit der Deutschen Bahn. Wir vermitteln aber auch gerne zu allen anderen, die Abrechnung erfolgt dann über uns. Dazu braucht man dann eine Spezialkarte, die wir ausgeben.

Gibt es auch noch andere Kooperationen mit Unternehmen?
Wir kooperieren vor allem hier in München mit dem MVV, der damit seine Isar-Card-Abonnenten auf uns aufmerksam macht. Hier geben wir Rabatte. Aber auch mit Gemeinden im Umland, die uns ihre Dienstwägen abends, am Wochenende oder wenn ein Auto nicht gebraucht wird, zur Verfügung stellen. Das ist für uns ein interessantes Experiment, wirtschaftlich ist das zwar nicht lohnend, aber politisch, um die Leute zum Umdenken zu bewegen.

Andrea Reiche

Internet-Tipp:

Über CarSharing informiert der Bundesverband CarSharing: www.carsharing.de

 

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